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Elektriker kniet vor einer Wandsteckdose und prüft sie, daneben steht der Werkzeugkoffer
Der Überblick

Elektriker für Haushalt und Gewerbe

Von der zusätzlichen Steckdose bis zur kompletten Erneuerung der Verteilung — was ein Elektrobetrieb übernimmt und woran Sie einen guten erkennen.

  • Alle Leistungen auf einen Blick
  • Woran Sie einen seriösen Betrieb erkennen
  • Was Sie selbst dürfen und was nicht
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Leistungen

Was ein Elektrobetrieb im Haushalt übernimmt

Das Berufsbild ist breiter, als die meisten vermuten. Der größte Teil der Arbeit findet in der festen Installation statt: Leitungen verlegen, Dosen setzen, Verteilungen aufbauen und erweitern, Schutzmaßnahmen prüfen und dokumentieren. Dazu kommt alles, was fest angeschlossen wird — vom Elektroherd über die Dunstabzugshaube bis zur Wallbox in der Garage.

In den letzten Jahren ist ein ganzes Feld dazugekommen, das es so früher nicht gab. Photovoltaikanlagen brauchen einen fachgerechten Anschluss und eine Anmeldung beim Netzbetreiber. Wallboxen müssen abgesichert und je nach Leistung ebenfalls angemeldet werden. Wärmepumpen hängen an eigenen Stromkreisen. Wer heute eine ältere Verteilung hat, stößt bei solchen Vorhaben schnell an deren Grenzen.

Der zweite große Block ist die Prüfung bestehender Anlagen. Vor einem Kauf, vor einer Vermietung, nach einem Umbau oder einfach, weil seit dreißig Jahren niemand hingeschaut hat. Dabei geht es weniger um sichtbare Mängel als um das, was man nicht sieht: fehlender Fehlerstromschutz, gealterte Isolierung, Klemmstellen, die sich gelockert haben.

Und schließlich der Notdienst — der Teil, der am meisten Aufmerksamkeit bekommt und den kleinsten Anteil ausmacht. Die Arbeit eines Elektrobetriebs besteht überwiegend aus Vorhaben, die man planen kann.

Anzeichen, dass Ihre Anlage geprüft werden sollte

  • Im Sicherungskasten sitzen noch Schraubsicherungen
  • Es gibt keinen Fehlerstromschutzschalter
  • Steckdosen haben nur zwei Kontakte ohne Schutzleiter
  • Die Beschriftung im Verteiler stimmt nicht mehr
  • Beim Einschalten größerer Geräte flackert das Licht
Elektrikerwerkzeug auf einer Werkbank: Zangen, Schraubendreher, Wasserwaagen und Messgeräte

Woran Sie einen ordentlichen Betrieb erkennen

  1. Er schaut sich die Sache an
    Ein belastbares Angebot entsteht nicht am Telefon. Wer ohne Blick auf die Anlage eine Summe nennt, rät — und korrigiert später nach oben.
  2. Er erklärt, bevor er anfängt
    Sie sollten nach dem Gespräch wissen, was gemacht wird und warum. Wer ausweicht, hat entweder keine Zeit oder keine Lust auf Nachfragen.
  3. Er dokumentiert
    Nach Arbeiten an der Installation gehört ein Nachweis dazu. Der ist nicht nur Formsache, sondern im Schadensfall Ihr Beleg.
  4. Er sagt auch mal ab
    Ein Betrieb, der ehrlich sagt, dass er diese Woche nicht kann, ist verlässlicher als einer, der alles zusagt und dann nicht erscheint.
Selbst machen

Was Sie dürfen — und wo die Grenze verläuft

Eine Lampe an eine vorhandene Deckendose anschließen, eine defekte Steckdose gegen eine baugleiche tauschen, einen Schalter ersetzen: Solche Arbeiten trauen sich viele zu, und bei abgeschalteter Sicherung und geprüfter Spannungsfreiheit ist das auch überschaubar.

Die Grenze verläuft dort, wo in die feste Installation eingegriffen wird — neue Leitungen, Änderungen im Verteiler, alles, was mit dem Zählerplatz zu tun hat. Der Grund ist nicht, dass es besonders schwierig wäre. Der Grund ist, dass Fehler sich nicht sofort zeigen. Eine schlecht geklemmte Ader hält jahrelang und wird dann heiß. Ein vergessener Schutzleiter fällt erst auf, wenn tatsächlich ein Fehler auftritt — also genau dann, wenn er schützen sollte.

Dazu kommt die Versicherungsfrage. Kommt es zu einem Schaden und stellt sich heraus, dass die Installation nicht fachgerecht ausgeführt wurde, wird es unangenehm. Wer die Arbeiten machen lässt und den Nachweis abheftet, kauft sich vor allem Ruhe.

Das können Sie tun

  • Leuchten an vorhandene Anschlüsse montieren
  • Defekte Steckdosen und Schalter baugleich tauschen
  • Vor jeder Arbeit die Sicherung abschalten und Spannungsfreiheit prüfen
  • Den FI-Schalter halbjährlich mit der Prüftaste testen
  • Nachweise und Prüfprotokolle aufbewahren

Das besser nicht

  • Neue Leitungen selbst verlegen
  • Im Verteiler oder am Zählerplatz arbeiten
  • Schutzleiter weglassen, weil die alte Dose auch keinen hatte
  • Stärkere Sicherungen einbauen, um Auslösen zu vermeiden
  • Arbeiten unter Spannung, weil es ja nur kurz dauert

Zusammengefasst

  • Der Notdienst ist der kleinste Teil der Arbeit — das meiste ist planbar.
  • Ältere Verteilungen stoßen bei Wallbox und Photovoltaik schnell an Grenzen.
  • Ein Angebot ohne Blick auf die Anlage ist eine Schätzung, keine Zusage.
  • Die Grenze zum Selbermachen verläuft an der festen Installation.
Bevor jemand da ist

Was Sie selbst prüfen können

Soforthilfe in drei Schritten

Was Sie tun können, bevor jemand da ist. Ohne Werkzeug, ohne Risiko.

Schritt 1 — Gefahr ausschließen. Riecht es verschmort, sehen Sie Rauch oder Funken? Dann nichts weiter anfassen.

Schritt 2 — Sicherungskasten prüfen. Öffnen Sie die Klappe. Steht ein Kipphebel nach unten, während die anderen oben stehen? Schalten Sie ihn einmal ganz nach unten und dann wieder nach oben.

  • Bleibt er oben: Der Fehler war einmalig — beobachten Sie es.
  • Fällt er sofort wieder: Nicht erneut versuchen. Der Fehler liegt in der Leitung oder an einem Gerät.
  • Ist es der breite Schalter mit Prüftaste (FI): Ziehen Sie zuerst alle Geräte des Bereichs aus der Steckdose.

Kommt der Strom nicht zurück oder fällt die Sicherung erneut, rufen Sie an — dann muss jemand messen.

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Das ist ein Notfall. Fassen Sie nichts an und schalten Sie — nur wenn Sie gefahrlos herankommen — den Hauptschalter im Sicherungskasten aus.

  • Bei sichtbarem Feuer oder starkem Rauch zuerst die 112 rufen.
  • Löschen Sie einen Brand an elektrischen Anlagen niemals mit Wasser.
  • Verlassen Sie den Raum und lüften Sie, wenn es stark riecht.

Danach erreichen Sie uns rund um die Uhr.

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Fragen

Häufige Fragen zum Elektriker

Was kostet ein Elektriker pro Stunde?

Wir nennen hier bewusst keine Zahlen. Die Konditionen bestimmt der ausführende Betrieb, und sie hängen von Region, Tageszeit und Aufwand ab. Sie bekommen sie vor Arbeitsbeginn schriftlich im Auftragsformular — das ist verlässlicher als jede Zahl auf einer Webseite.

Wie lange dauert es, bis ein Termin frei ist?

Für planbare Arbeiten hängt es davon ab, wie ausgelastet die Betriebe in Ihrer Region gerade sind. Rufen Sie an, dann können wir es konkret sagen. Bei akuten Fällen läuft es über den Notdienst, der rund um die Uhr erreichbar ist.

Brauche ich für eine Wallbox einen neuen Sicherungskasten?

Nicht zwangsläufig, aber häufig. Eine Wallbox braucht einen eigenen abgesicherten Stromkreis mit passendem Fehlerstromschutz. Ist die vorhandene Verteilung voll oder veraltet, wird sie im selben Zug erweitert oder erneuert. Das lässt sich erst nach einem Blick in den Kasten sagen.

Wie oft sollte eine Elektroinstallation geprüft werden?

Für private Wohngebäude gibt es keine allgemeine Prüfpflicht. Sinnvoll ist eine Prüfung bei Kauf, vor einer Vermietung, nach größeren Umbauten und wenn die Anlage älter als dreißig Jahre ist. Den FI-Schalter sollten Sie unabhängig davon halbjährlich selbst testen.

Arbeiten Sie auch für Gewerbe?

Ja. Die Vermittlung funktioniert genauso — Sie schildern das Vorhaben, wir suchen einen Partnerbetrieb, der das abdeckt. Bei gewerblichen Anlagen kommen allerdings zusätzliche Prüfpflichten ins Spiel, auf die der Betrieb Sie hinweist.

Vermitteln Sie in meiner Stadt?

Wir haben 908 Orte in allen 16 Bundesländern im Netz. Ist Ihr Ort nicht direkt dabei, heißt das nicht, dass wir nicht helfen können — die Landkreisseiten decken auch kleinere Gemeinden mit ab. Am schnellsten klären Sie es telefonisch.

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