Solaranlage selbst gekauft — wer schließt sie an?
Wer eine gekaufte Solaranlage anschließt und welche behördlichen Schritte notwendig sind.
Weiterlesen
Das einzige Bauteil in Ihrer Verteilung, das nicht die Leitung schützt, sondern Sie. Und das einzige, das Sie selbst testen sollten.
Wiederholtes Auslösen ist ein Signal, das man nicht wegdrücken sollte.
Wählen Sie, was am ehesten zutrifft.
Ort oder Postleitzahl eingeben — wir sagen Ihnen, ob wir dort vermitteln können.
Eine Seite, zum Ausdrucken. Ohne Anmeldung, ohne E-Mail-Adresse.
Der Fehlerstromschutzschalter, je nach Sprachgebrauch FI oder RCD, arbeitet mit einem einfachen Prinzip: Er vergleicht permanent, wie viel Strom auf dem Hinweg fließt und wie viel auf dem Rückweg ankommt. Im Normalfall ist das identisch. Fehlt auf dem Rückweg etwas, hat der Strom einen anderen Weg genommen.
Dieser andere Weg kann harmlos sein — Feuchtigkeit in einer Außensteckdose etwa. Er kann aber auch durch einen Menschen führen, der ein defektes Gerät berührt. Genau deshalb trennt der Schalter bereits bei sehr kleinen Differenzen und in Millisekunden, lange bevor der Strom gefährlich werden kann.
Der Unterschied zur normalen Sicherung ist damit grundlegend. Ein Leitungsschutzschalter merkt nichts davon, wenn jemand einen Schlag bekommt — für ihn ist das eine kleine Stromstärke, die keine Leitung überlastet. Der FI dagegen sieht genau diese Situation. Wer beides im Verteiler hat, ist doppelt geschützt, aber gegen unterschiedliche Gefahren.
Wichtig zu wissen: Der FI schützt nicht davor, gleichzeitig beide Pole zu berühren. Auch schützt er nicht vor Überlastung. Er ist kein Universalschutz, sondern deckt einen bestimmten, sehr häufigen Unfallhergang ab — und das sehr zuverlässig.

Der mit Abstand häufigste Auslöser ist Feuchtigkeit. Eine Außensteckdose, deren Dichtung porös geworden ist. Eine Gartenleuchte, in der sich Kondenswasser gesammelt hat. Ein Verlängerungskabel, das über Nacht draußen lag. In all diesen Fällen bekommt der Strom über Wasser einen Nebenweg — genau das, wofür der Schalter gebaut ist.
Der zweite große Block sind alte Geräte. Mit den Jahren wird Isolierung spröde, besonders bei Geräten mit Heizelementen und Motoren. Ein Wäschetrockner oder eine ältere Waschmaschine kann einen kleinen, dauerhaften Ableitstrom haben, der für sich genommen unter der Schwelle bleibt — zusammen mit anderen Geräten aber darüber.
Genau das erklärt die Fälle, in denen der Schalter scheinbar zufällig auslöst. Mehrere Geräte mit je kleinen Ableitströmen summieren sich. Einzeln funktioniert jedes, gemeinsam kippt es. Deshalb hilft beim Suchen nur das systematische Zuschalten, nicht das Probieren einzelner Geräte.
Wenn der Schalter auch dann auslöst, wenn gar nichts eingesteckt ist, liegt der Fehler in der festen Installation. Dann hilft nur eine Isolationsmessung, bei der jeder Stromkreis einzeln geprüft wird.
Was Sie tun können, bevor jemand da ist. Ohne Werkzeug, ohne Risiko.
Schritt 1 — Gefahr ausschließen. Riecht es verschmort, sehen Sie Rauch oder Funken? Dann nichts weiter anfassen.
Schritt 2 — Sicherungskasten prüfen. Öffnen Sie die Klappe. Steht ein Kipphebel nach unten, während die anderen oben stehen? Schalten Sie ihn einmal ganz nach unten und dann wieder nach oben.
Kommt der Strom nicht zurück oder fällt die Sicherung erneut, rufen Sie an — dann muss jemand messen.
Jetzt anrufen · 0151-61081662Das ist ein Notfall. Fassen Sie nichts an und schalten Sie — nur wenn Sie gefahrlos herankommen — den Hauptschalter im Sicherungskasten aus.
Danach erreichen Sie uns rund um die Uhr.
Notdienst anrufen · 0151-61081662Wir vermitteln in 908 Orten und allen 16 Bundesländern. Eine Auswahl:
Die Taste erzeugt künstlich einen kleinen Fehlerstrom. Der Schalter muss darauf sofort reagieren und trennen. Das ist der einzige Weg, seine Funktion ohne Messgerät zu prüfen — und deshalb sollte man ihn regelmäßig nutzen.
Ja. Ein Schalter, der beim Test nicht auslöst, ist wirkungslos — Sie haben dann faktisch keinen Personenschutz, obwohl er da zu sein scheint. Er sollte zeitnah getauscht werden.
In den meisten Fällen ja. Ob es im vorhandenen Verteiler geht, hängt vom Platz und vom Zustand der Stromkreise ab. Gelegentlich stellt sich beim Nachrüsten heraus, dass ein Kreis schon länger einen Fehler hat, der bisher niemandem aufgefallen ist.
Feuchtes Gras, ein älteres Kabel und ein Motor ergeben zusammen häufig einen Ableitstrom. Prüfen Sie Kabel und Stecker auf Beschädigungen und nutzen Sie im Außenbereich nur dafür geeignete Verlängerungen.
Mehr als einen, wenn möglich. Bei nur einem Schalter für die ganze Wohnung ist bei jedem Fehler alles gleichzeitig aus. Eine Aufteilung auf mehrere macht die Fehlersuche einfacher und den Alltag weniger unangenehm.
Nein, die beiden haben unterschiedliche Aufgaben und ergänzen sich. Es gibt kombinierte Geräte, die beides in einem Bauteil vereinen — üblich sind aber getrennte Schalter.