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Frau sucht bei Stromausfall mit einer Taschenlampe in der dunklen Küche nach der Ursache
In drei Fragen zur Ursache

Stromausfall — erst eingrenzen, dann handeln

Bevor Sie irgendwo anrufen, klären Sie drei Fragen. Sie sagen Ihnen oft schon, wer überhaupt zuständig ist.

  • Eigener Fehler oder Netzstörung?
  • Was Sie im Sicherungskasten sehen
  • Was währenddessen wichtig ist
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Die drei Fragen, die alles klären

Ein Stromausfall fühlt sich immer gleich an — es ist dunkel und nichts geht. Die Ursachen sind aber sehr verschieden, und mit drei Fragen kommen Sie in einer Minute erstaunlich weit.

Erste Frage: Ist nur ein Raum betroffen oder die ganze Wohnung? Wenn im Wohnzimmer das Licht brennt und nur die Küche dunkel ist, hat ein einzelner Stromkreis ausgelöst. Das ist der häufigste und harmloseste Fall.

Zweite Frage: Haben die Nachbarn Strom? Ein Blick aus dem Fenster genügt oft — brennt die Straßenbeleuchtung, sind andere Fenster erleuchtet? Ist die ganze Umgebung dunkel, liegt eine Netzstörung vor. Dafür ist der örtliche Netzbetreiber zuständig, dessen Störungsnummer auf Ihrer Stromrechnung steht. Ein Elektriker kann daran nichts ausrichten.

Dritte Frage: Was sehen Sie im Sicherungskasten? Steht ein schmaler Kipphebel unten, während die anderen oben stehen, hat dieser Stromkreis ausgelöst. Steht der breite Schalter mit der Prüftaste unten, war es der Fehlerstromschutzschalter — dann sind meist mehrere Räume gleichzeitig dunkel. Steht alles oben und es ist trotzdem dunkel, kommt der Strom nicht bei Ihnen an; dann sind Hausanschluss oder Netz an der Reihe.

Nicht selbst weitermachen, wenn …

  • es beim Ausfall geknallt hat oder verschmort riecht
  • der FI-Schalter sich nicht mehr einschalten lässt
  • der Zählerschrank warm ist oder Geräusche macht
  • der Ausfall nach einem Wasserschaden auftrat
  • alle Schalter oben stehen und trotzdem kein Strom da ist
Handwerker leuchtet nachts mit einer Taschenlampe in einen stromlosen Hausflur

Solange es dunkel ist

  1. Licht organisieren
    Taschenlampe oder Handylicht statt Kerzen. Offenes Feuer in einer dunklen Wohnung ist das größere Risiko als der Ausfall selbst.
  2. Kühlgeräte zulassen
    Kühlschrank und Gefriertruhe geschlossen halten. Ein gut gefüllter Gefrierschrank hält viele Stunden, wenn er zubleibt.
  3. Empfindliches abziehen
    Computer, Fernseher und Netzteile vom Netz nehmen. Kommt der Strom sprunghaft zurück, schützt das vor Schäden.
  4. Heizung mitdenken
    Die meisten Heizungen brauchen Strom für Pumpe und Steuerung. Bei längeren Ausfällen im Winter lohnt es, das im Blick zu behalten.
Der lange Ausfall

Wenn es nicht an Ihrer Installation liegt

Netzstörungen sind in Deutschland selten und meist kurz. Die durchschnittliche Ausfalldauer pro Haushalt und Jahr liegt im Bereich weniger Minuten. Wenn es doch einmal länger dauert, ist die Ursache fast immer eine beschädigte Leitung im Verteilnetz — ein Bagger, ein Sturmschaden, ein defekter Ortsnetztransformator.

Für Sie heißt das vor allem: abwarten und den Netzbetreiber informieren, falls das noch niemand getan hat. Anrufe bei einem Elektrobetrieb helfen in dieser Lage nicht, weil an Ihrer Anlage nichts zu reparieren ist.

Anders sieht es aus, wenn der Strom zurückkommt und danach etwas nicht mehr funktioniert. Spannungsspitzen beim Wiederzuschalten können empfindliche Geräte beschädigen. Wenn nach einer Netzstörung einzelne Sicherungen auslösen oder Geräte tot bleiben, lohnt der Blick eines Fachbetriebs.

Das können Sie tun

  • Erst prüfen, ob auch die Nachbarn betroffen sind
  • Den Sicherungskasten ansehen, bevor Sie anrufen
  • Kühlgeräte geschlossen lassen
  • Empfindliche Geräte vom Netz nehmen
  • Die Störungsnummer des Netzbetreibers griffbereit halten

Das besser nicht

  • Kerzen unbeaufsichtigt brennen lassen
  • Den Zählerschrank öffnen
  • Bei Netzstörungen einen Elektriker rufen
  • Nach Rückkehr des Stroms alle Geräte gleichzeitig einschalten
  • Einen Ausfall ignorieren, der mit Geruch verbunden war

In Kurzform

  • Ein Raum dunkel: ein Stromkreis hat ausgelöst.
  • Ganze Wohnung dunkel, Nachbarn haben Strom: Hauptsicherung oder FI.
  • Nachbarn ebenfalls dunkel: Netzbetreiber, nicht Elektriker.
  • Knall oder Geruch beim Ausfall: nichts mehr einschalten, anrufen.
Bevor jemand da ist

Was Sie selbst prüfen können

Soforthilfe in drei Schritten

Was Sie tun können, bevor jemand da ist. Ohne Werkzeug, ohne Risiko.

Schritt 1 — Gefahr ausschließen. Riecht es verschmort, sehen Sie Rauch oder Funken? Dann nichts weiter anfassen.

Schritt 2 — Sicherungskasten prüfen. Öffnen Sie die Klappe. Steht ein Kipphebel nach unten, während die anderen oben stehen? Schalten Sie ihn einmal ganz nach unten und dann wieder nach oben.

  • Bleibt er oben: Der Fehler war einmalig — beobachten Sie es.
  • Fällt er sofort wieder: Nicht erneut versuchen. Der Fehler liegt in der Leitung oder an einem Gerät.
  • Ist es der breite Schalter mit Prüftaste (FI): Ziehen Sie zuerst alle Geräte des Bereichs aus der Steckdose.

Kommt der Strom nicht zurück oder fällt die Sicherung erneut, rufen Sie an — dann muss jemand messen.

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Das ist ein Notfall. Fassen Sie nichts an und schalten Sie — nur wenn Sie gefahrlos herankommen — den Hauptschalter im Sicherungskasten aus.

  • Bei sichtbarem Feuer oder starkem Rauch zuerst die 112 rufen.
  • Löschen Sie einen Brand an elektrischen Anlagen niemals mit Wasser.
  • Verlassen Sie den Raum und lüften Sie, wenn es stark riecht.

Danach erreichen Sie uns rund um die Uhr.

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Fragen

Häufige Fragen zum Stromausfall

Wie finde ich heraus, ob es eine Netzstörung ist?

Schauen Sie aus dem Fenster: Brennt die Straßenbeleuchtung, sind Nachbarfenster hell? Viele Netzbetreiber führen außerdem eine Störungskarte im Netz. Die Störungsnummer steht auf Ihrer Stromrechnung — nicht auf der Rechnung Ihres Stromanbieters, sondern beim Netzbetreiber, der oft ein anderes Unternehmen ist.

Wie lange hält der Gefrierschrank ohne Strom?

Ein gut gefüllter Gefrierschrank hält geschlossen etwa einen Tag, teils länger. Entscheidend ist, dass er zubleibt — jedes Öffnen kostet mehrere Stunden. Ein halb leerer Schrank hält deutlich kürzer als ein voller.

Nach dem Ausfall geht ein Gerät nicht mehr. Zufall?

Nicht unbedingt. Beim Wiederzuschalten können Spannungsspitzen auftreten, die empfindliche Elektronik beschädigen. Wenn mehrere Geräte gleichzeitig betroffen sind, sollte auch die Installation angesehen werden.

Alle Sicherungen sind oben, trotzdem kein Strom. Was nun?

Dann kommt der Strom nicht bis zu Ihrer Verteilung. Entweder liegt eine Netzstörung vor, oder die Vorsicherung im Zählerschrank hat ausgelöst. An dieser darf nur ein Fachbetrieb arbeiten — öffnen Sie den Zählerschrank nicht selbst.

Muss ich als Mieter etwas melden?

Wenn die Ursache in der festen Installation liegt, ja — das ist Sache des Vermieters. Melden Sie es schriftlich mit Datum. Bei akuter Gefahr dürfen Sie handeln, ohne auf eine Antwort zu warten.

Lohnt sich eine Notstromversorgung?

Für die meisten Haushalte nicht. Sinnvoll wird es bei medizinischen Geräten, bei Heizungsanlagen ohne Alternative oder in gewerblichem Umfeld. Das ist eine Planungsfrage, die man in Ruhe bespricht — nicht während eines Ausfalls.

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