Solaranlage selbst gekauft — wer schließt sie an?
Wer eine gekaufte Solaranlage anschließt und welche behördlichen Schritte notwendig sind.
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Die Box ist bestellt, die Wand steht bereit. Der eigentliche Aufwand steckt meistens an einer ganz anderen Stelle.
Ob eine Wallbox ohne Umbau möglich ist, entscheidet sich im Sicherungskasten.
Wählen Sie, was am ehesten zutrifft.
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Eine Wallbox ist kein Gerät, das man einsteckt. Sie wird fest angeschlossen und braucht einen eigenen Stromkreis, der nur ihr gehört. Das hat einen praktischen Grund: Beim Laden fließt über Stunden ein konstant hoher Strom — eine Belastung, wie sie sonst kaum ein Haushaltsgerät erzeugt.
Dazu kommt der Schutz. Wallboxen benötigen einen Fehlerstromschutz, der auch Gleichfehlerströme erkennt, weil die Ladeelektronik im Fahrzeug solche erzeugen kann. Manche Boxen bringen diesen Schutz bereits mit, andere nicht — das ist einer der Punkte, die vor dem Kauf zu klären sind, nicht danach.
Der dritte Punkt ist die Zuleitung. Vom Verteiler bis zum Montageort muss eine Leitung mit passendem Querschnitt gelegt werden. Bei einer Garage am Haus ist das überschaubar, bei einer Garage am Ende des Grundstücks wird es zur eigenen Aufgabe inklusive Erdarbeiten.
Und schließlich der Verteiler selbst. Er braucht freie Plätze für den zusätzlichen Stromkreis und den Schutzschalter. Ist er voll oder veraltet, wird er im selben Zug erweitert oder erneuert. Genau hier liegt bei den meisten Vorhaben der eigentliche Aufwand — nicht bei der Box.

Die meisten Wallboxen im privaten Bereich laden mit 11 Kilowatt. Das reicht, um ein Fahrzeug über Nacht vollständig zu laden, und ist beim Netzbetreiber lediglich anzumelden. Höhere Leistungen benötigen zusätzlich dessen Zustimmung — und bringen im Alltag oft weniger, als man denkt, weil das Auto ohnehin die ganze Nacht steht.
Interessanter wird es, wenn mehrere Fahrzeuge geladen werden sollen oder wenn gleichzeitig eine Wärmepumpe läuft. Dann kann der Hausanschluss zur Grenze werden. Lastmanagement verteilt die verfügbare Leistung dynamisch, sodass nicht alles gleichzeitig Vollgas gibt. Das ist eine Planungsfrage, keine Nachrüstung.
Die dritte Frage betrifft den Zähler. Wer den Ladestrom getrennt erfassen will — etwa zur Abrechnung mit dem Arbeitgeber oder für einen speziellen Tarif — braucht dafür eine eigene Messeinrichtung. Auch das entscheidet man besser vorher als nachher.
Wer eine Photovoltaikanlage hat oder plant, sollte beides zusammen denken. Überschussladen, also das Laden mit dem, was gerade vom Dach kommt, setzt voraus, dass Wallbox und Wechselrichter miteinander sprechen können.
Was Sie tun können, bevor jemand da ist. Ohne Werkzeug, ohne Risiko.
Schritt 1 — Gefahr ausschließen. Riecht es verschmort, sehen Sie Rauch oder Funken? Dann nichts weiter anfassen.
Schritt 2 — Sicherungskasten prüfen. Öffnen Sie die Klappe. Steht ein Kipphebel nach unten, während die anderen oben stehen? Schalten Sie ihn einmal ganz nach unten und dann wieder nach oben.
Kommt der Strom nicht zurück oder fällt die Sicherung erneut, rufen Sie an — dann muss jemand messen.
Jetzt anrufen · 0151-61081662Das ist ein Notfall. Fassen Sie nichts an und schalten Sie — nur wenn Sie gefahrlos herankommen — den Hauptschalter im Sicherungskasten aus.
Danach erreichen Sie uns rund um die Uhr.
Notdienst anrufen · 0151-61081662Wir vermitteln in 908 Orten und allen 16 Bundesländern. Eine Auswahl:
Gelegentlich und mit dem mitgelieferten Notladekabel ja. Als Dauerlösung nicht: Eine normale Steckdose ist nicht dafür ausgelegt, über Stunden nahe der Grenzlast zu arbeiten. Übergangswiderstände erwärmen sich, und genau daraus entstehen Schäden.
Anzumelden ist jede Ladeeinrichtung. Eine ausdrückliche Zustimmung des Netzbetreibers wird oberhalb von 12 kW erforderlich. Beides erledigt der eingetragene Betrieb, der installiert — Sie müssen sich darum nicht selbst kümmern.
Mieter und Wohnungseigentümer haben grundsätzlich einen Anspruch darauf, eine Lademöglichkeit auf eigene Kosten errichten zu lassen. Über die konkrete Ausführung entscheidet aber der Vermieter beziehungsweise die Eigentümergemeinschaft mit. Das Gespräch sollte vor der Bestellung stattfinden.
In den meisten Einfamilienhäusern ja, für eine 11-kW-Box. Eng wird es, wenn zusätzlich eine Wärmepumpe, ein Durchlauferhitzer und mehrere Fahrzeuge zusammenkommen. Dann ist Lastmanagement die günstigere Lösung als eine Anschlussverstärkung.
Ja, wenn Wallbox und Wechselrichter zusammenarbeiten können. Überschussladen nutzt genau die Energie, die sonst eingespeist würde. Ob Ihre Kombination das unterstützt, klärt man am besten vor dem Kauf der Box.
Wenn der Verteiler Platz hat und der Weg kurz ist, ist es überschaubar. Kommen Verteilererneuerung, lange Zuleitung oder Erdarbeiten dazu, wird es deutlich mehr. Die Aussage dazu gibt es nach dem Ortstermin.