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Weiße Wallbox mit zwei Ladekabeln an der Außenwand eines Wohnhauses neben der Einfahrt
Neu dazugekommen

Wallbox installieren lassen

Die Box ist bestellt, die Wand steht bereit. Der eigentliche Aufwand steckt meistens an einer ganz anderen Stelle.

  • Eigener Stromkreis mit passendem Schutz
  • Anmeldung beim Netzbetreiber ist Pflicht
  • Der Verteiler ist oft der Engpass
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Passt Ihre Anlage?

Ob eine Wallbox ohne Umbau möglich ist, entscheidet sich im Sicherungskasten.

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Voraussetzungen

Was eine Wallbox braucht

Eine Wallbox ist kein Gerät, das man einsteckt. Sie wird fest angeschlossen und braucht einen eigenen Stromkreis, der nur ihr gehört. Das hat einen praktischen Grund: Beim Laden fließt über Stunden ein konstant hoher Strom — eine Belastung, wie sie sonst kaum ein Haushaltsgerät erzeugt.

Dazu kommt der Schutz. Wallboxen benötigen einen Fehlerstromschutz, der auch Gleichfehlerströme erkennt, weil die Ladeelektronik im Fahrzeug solche erzeugen kann. Manche Boxen bringen diesen Schutz bereits mit, andere nicht — das ist einer der Punkte, die vor dem Kauf zu klären sind, nicht danach.

Der dritte Punkt ist die Zuleitung. Vom Verteiler bis zum Montageort muss eine Leitung mit passendem Querschnitt gelegt werden. Bei einer Garage am Haus ist das überschaubar, bei einer Garage am Ende des Grundstücks wird es zur eigenen Aufgabe inklusive Erdarbeiten.

Und schließlich der Verteiler selbst. Er braucht freie Plätze für den zusätzlichen Stromkreis und den Schutzschalter. Ist er voll oder veraltet, wird er im selben Zug erweitert oder erneuert. Genau hier liegt bei den meisten Vorhaben der eigentliche Aufwand — nicht bei der Box.

Vor dem Kauf klären

  • Bringt die Box den nötigen Fehlerstromschutz mit?
  • Ist im Verteiler noch Platz für zwei bis drei Felder?
  • Wie weit ist der Weg vom Verteiler zum Montageort?
  • Reicht der Hausanschluss für die gewünschte Ladeleistung?
  • Ist eine Genehmigung des Netzbetreibers nötig oder reicht die Anmeldung?
Geöffneter Zählerschrank mit einer Reihe Sicherungsautomaten und farbig sortierten Adern

So läuft eine Installation ab

  1. Anlage prüfen
    Blick in den Verteiler, Prüfung des Hausanschlusses, Festlegen des Leitungswegs. Erst danach steht fest, was möglich ist.
  2. Beim Netzbetreiber melden
    Ladeeinrichtungen sind meldepflichtig. Oberhalb einer bestimmten Leistung braucht es zusätzlich eine Zustimmung. Das erledigt der eingetragene Betrieb.
  3. Leitung legen und anschließen
    Zuleitung verlegen, Schutzschalter setzen, Box montieren und anklemmen.
  4. Prüfen und übergeben
    Messung der Schutzmaßnahmen, Funktionstest mit dem Fahrzeug, Protokoll. Danach kann geladen werden.
Zu bedenken

Ladeleistung, Lastmanagement und die Frage nach dem Zähler

Die meisten Wallboxen im privaten Bereich laden mit 11 Kilowatt. Das reicht, um ein Fahrzeug über Nacht vollständig zu laden, und ist beim Netzbetreiber lediglich anzumelden. Höhere Leistungen benötigen zusätzlich dessen Zustimmung — und bringen im Alltag oft weniger, als man denkt, weil das Auto ohnehin die ganze Nacht steht.

Interessanter wird es, wenn mehrere Fahrzeuge geladen werden sollen oder wenn gleichzeitig eine Wärmepumpe läuft. Dann kann der Hausanschluss zur Grenze werden. Lastmanagement verteilt die verfügbare Leistung dynamisch, sodass nicht alles gleichzeitig Vollgas gibt. Das ist eine Planungsfrage, keine Nachrüstung.

Die dritte Frage betrifft den Zähler. Wer den Ladestrom getrennt erfassen will — etwa zur Abrechnung mit dem Arbeitgeber oder für einen speziellen Tarif — braucht dafür eine eigene Messeinrichtung. Auch das entscheidet man besser vorher als nachher.

Wer eine Photovoltaikanlage hat oder plant, sollte beides zusammen denken. Überschussladen, also das Laden mit dem, was gerade vom Dach kommt, setzt voraus, dass Wallbox und Wechselrichter miteinander sprechen können.

Das können Sie tun

  • Vor dem Kauf in den Verteiler schauen lassen
  • Klären, welchen Fehlerstromschutz die Box mitbringt
  • Die Anmeldung vom Fachbetrieb erledigen lassen
  • Photovoltaik und Wallbox zusammen planen
  • Bei mehreren Fahrzeugen Lastmanagement einplanen

Das besser nicht

  • Die Wallbox an eine normale Steckdose hängen
  • Ohne Anmeldung beim Netzbetreiber betreiben
  • Die Zuleitung selbst verlegen
  • Am Querschnitt sparen, um den Weg günstiger zu machen
  • Über Wochen an einer Schuko-Steckdose laden

Zusammengefasst

  • Eine Wallbox braucht einen eigenen Stromkreis mit passendem Schutz.
  • Anmeldung beim Netzbetreiber ist Pflicht, ab 12 kW zusätzlich Zustimmung.
  • Der volle oder veraltete Verteiler ist der häufigste Aufwandstreiber.
  • 11 kW reichen im privaten Bereich fast immer.
Bevor jemand da ist

Was Sie selbst prüfen können

Soforthilfe in drei Schritten

Was Sie tun können, bevor jemand da ist. Ohne Werkzeug, ohne Risiko.

Schritt 1 — Gefahr ausschließen. Riecht es verschmort, sehen Sie Rauch oder Funken? Dann nichts weiter anfassen.

Schritt 2 — Sicherungskasten prüfen. Öffnen Sie die Klappe. Steht ein Kipphebel nach unten, während die anderen oben stehen? Schalten Sie ihn einmal ganz nach unten und dann wieder nach oben.

  • Bleibt er oben: Der Fehler war einmalig — beobachten Sie es.
  • Fällt er sofort wieder: Nicht erneut versuchen. Der Fehler liegt in der Leitung oder an einem Gerät.
  • Ist es der breite Schalter mit Prüftaste (FI): Ziehen Sie zuerst alle Geräte des Bereichs aus der Steckdose.

Kommt der Strom nicht zurück oder fällt die Sicherung erneut, rufen Sie an — dann muss jemand messen.

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Das ist ein Notfall. Fassen Sie nichts an und schalten Sie — nur wenn Sie gefahrlos herankommen — den Hauptschalter im Sicherungskasten aus.

  • Bei sichtbarem Feuer oder starkem Rauch zuerst die 112 rufen.
  • Löschen Sie einen Brand an elektrischen Anlagen niemals mit Wasser.
  • Verlassen Sie den Raum und lüften Sie, wenn es stark riecht.

Danach erreichen Sie uns rund um die Uhr.

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Fragen

Häufige Fragen zur Wallbox

Kann ich mein Auto nicht einfach an der Steckdose laden?

Gelegentlich und mit dem mitgelieferten Notladekabel ja. Als Dauerlösung nicht: Eine normale Steckdose ist nicht dafür ausgelegt, über Stunden nahe der Grenzlast zu arbeiten. Übergangswiderstände erwärmen sich, und genau daraus entstehen Schäden.

Brauche ich eine Genehmigung?

Anzumelden ist jede Ladeeinrichtung. Eine ausdrückliche Zustimmung des Netzbetreibers wird oberhalb von 12 kW erforderlich. Beides erledigt der eingetragene Betrieb, der installiert — Sie müssen sich darum nicht selbst kümmern.

Was ist, wenn ich zur Miete wohne?

Mieter und Wohnungseigentümer haben grundsätzlich einen Anspruch darauf, eine Lademöglichkeit auf eigene Kosten errichten zu lassen. Über die konkrete Ausführung entscheidet aber der Vermieter beziehungsweise die Eigentümergemeinschaft mit. Das Gespräch sollte vor der Bestellung stattfinden.

Reicht mein Hausanschluss?

In den meisten Einfamilienhäusern ja, für eine 11-kW-Box. Eng wird es, wenn zusätzlich eine Wärmepumpe, ein Durchlauferhitzer und mehrere Fahrzeuge zusammenkommen. Dann ist Lastmanagement die günstigere Lösung als eine Anschlussverstärkung.

Kann ich mit Solarstrom laden?

Ja, wenn Wallbox und Wechselrichter zusammenarbeiten können. Überschussladen nutzt genau die Energie, die sonst eingespeist würde. Ob Ihre Kombination das unterstützt, klärt man am besten vor dem Kauf der Box.

Wie lange dauert die Installation?

Wenn der Verteiler Platz hat und der Weg kurz ist, ist es überschaubar. Kommen Verteilererneuerung, lange Zuleitung oder Erdarbeiten dazu, wird es deutlich mehr. Die Aussage dazu gibt es nach dem Ortstermin.

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