Solaranlage selbst gekauft — wer schließt sie an?
Wer eine gekaufte Solaranlage anschließt und welche behördlichen Schritte notwendig sind.
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Die Module sind schnell montiert. Der Teil, der Fachkunde und Papierkram verlangt, beginnt danach.
Ob Module schon liegen oder erst geplant wird — beides lässt sich einordnen.
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Eine Photovoltaikanlage besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Hälften. Die eine ist die Montage auf dem Dach — Unterkonstruktion, Module, Verkabelung zwischen den Strängen. Die andere ist der elektrische Anschluss im Haus, und dieser Teil darf nur von einem beim Netzbetreiber eingetragenen Betrieb ausgeführt werden.
Im Zentrum steht der Wechselrichter. Er wandelt den Gleichstrom der Module in Wechselstrom um und speist ihn ins Hausnetz ein. Er braucht einen geeigneten Aufstellort — kühl, belüftet, zugänglich — sowie eine eigene Absicherung und Freischaltmöglichkeiten auf beiden Seiten.
Dazu kommt der Zählerplatz. Wer einspeist, braucht einen Zähler, der in beide Richtungen misst. In älteren Häusern stellt sich dabei häufig heraus, dass der vorhandene Zählerschrank nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht und im selben Zug erneuert werden muss. Das ist der Punkt, an dem Vorhaben regelmäßig teurer werden als geplant.
Schließlich der Papierkram. Die Anlage muss beim Netzbetreiber angemeldet und im Marktstammdatenregister eingetragen werden. Der Netzbetreiber gibt die Inbetriebnahme frei — vorher darf nicht eingespeist werden. Den technischen Teil dieser Meldungen übernimmt der ausführende Betrieb.

Das ist der mit Abstand häufigste Grund, warum Photovoltaikprojekte ins Stocken geraten. Die Module sind bestellt, oft schon montiert, und dann stellt sich heraus, dass der Zählerplatz aus den Siebzigern stammt und für den Zählerwechsel erst umgebaut werden muss.
Ärgerlich ist das vor allem, weil es vermeidbar wäre. Ein Blick in den Zählerschrank vor der Bestellung der Anlage kostet wenig und verhindert, dass Module wochenlang ungenutzt auf dem Dach liegen. Wer eine Anlage plant, sollte diesen Schritt an den Anfang stellen, nicht ans Ende.
Der zweite Stolperstein ist der Speicher. Viele entscheiden sich erst später dafür — und stellen dann fest, dass die Anbindung deutlich einfacher gewesen wäre, wenn man sie gleich vorgesehen hätte. Selbst wenn der Speicher nicht sofort kommt, lohnt es, den Platz und die Leitungswege einzuplanen.
Und drittens das Zusammenspiel mit einer Wallbox. Überschussladen setzt voraus, dass Wallbox und Wechselrichter kommunizieren. Wer beides nacheinander und von verschiedenen Herstellern anschafft, hat später oft eine Kombination, die nicht miteinander redet.
Was Sie tun können, bevor jemand da ist. Ohne Werkzeug, ohne Risiko.
Schritt 1 — Gefahr ausschließen. Riecht es verschmort, sehen Sie Rauch oder Funken? Dann nichts weiter anfassen.
Schritt 2 — Sicherungskasten prüfen. Öffnen Sie die Klappe. Steht ein Kipphebel nach unten, während die anderen oben stehen? Schalten Sie ihn einmal ganz nach unten und dann wieder nach oben.
Kommt der Strom nicht zurück oder fällt die Sicherung erneut, rufen Sie an — dann muss jemand messen.
Jetzt anrufen · 0151-61081662Das ist ein Notfall. Fassen Sie nichts an und schalten Sie — nur wenn Sie gefahrlos herankommen — den Hauptschalter im Sicherungskasten aus.
Danach erreichen Sie uns rund um die Uhr.
Notdienst anrufen · 0151-61081662Wir vermitteln in 908 Orten und allen 16 Bundesländern. Eine Auswahl:
Ja, das ist ein gängiger Fall. Der Betrieb übernimmt dann den elektrischen Teil und die Anmeldungen, unabhängig davon, wo die Komponenten herkommen. Sinnvoll ist, vor dem Kauf kurz abzustimmen, ob die gewählten Komponenten zueinander und zur Anlage passen.
Die mechanische Montage auf dem Dach ist keine Elektroarbeit im engeren Sinn. Sobald es aber an die Verkabelung und den Anschluss geht, ist ein eingetragener Betrieb erforderlich. Bedenken Sie außerdem die Absturzsicherung — das ist der unterschätzte Teil.
Ein Register der Bundesnetzagentur, in das alle Erzeugungsanlagen eingetragen werden müssen — auch kleine. Die Eintragung ist kostenlos, aber verpflichtend und fristgebunden. Wer sie versäumt, riskiert Probleme bei der Vergütung.
Ja. Ein Einspeisezähler muss in beide Richtungen messen können. Den Wechsel führt der Messstellenbetreiber durch, nicht der Elektrobetrieb — dieser bereitet aber den Zählerplatz vor.
Das hängt vom eigenen Verbrauchsprofil ab — wer tagsüber wenig verbraucht, hat mehr davon als jemand, der ohnehin zu Hause arbeitet. Unabhängig von der Rechnung gilt: Die Anbindung ist einfacher, wenn sie von Anfang an vorgesehen ist.
Der elektrische Anschluss selbst ist meist an einem Tag erledigt. Was Zeit kostet, sind die Freigabe des Netzbetreibers und der Zählerwechsel — beides liegt nicht in der Hand des ausführenden Betriebs.