Handwerk 4.0 — Digitalisierung im Elektrobetrieb
Digitale Werkzeuge erobern Werkstatt und Büro kleiner Handwerksbetriebe. Wer früh einsteigt, sichert sich einen Vorteil im Alltag.
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Erst ging es nur ab und zu, jetzt hält der Schalter keine zehn Minuten mehr. So finden Sie heraus, woran es liegt.
Ein einmalig ausgelöster Schalter ist harmlos. Fliegt er wiederholt, sieht es anders aus.
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Ein Leitungsschutzschalter, umgangssprachlich die Sicherung, hat genau eine Aufgabe: Er trennt den Stromkreis, bevor die Leitung dahinter zu heiß wird. Wenn er auslöst, ist das kein Defekt. Es ist ein Hinweis darauf, dass in diesem Kreis mehr Strom fließt, als die Leitung dauerhaft verträgt — oder dass irgendwo ein Kurzschluss besteht.
Deshalb ist das Wiedereinschalten allein nie die Lösung. Es beseitigt das Symptom für ein paar Minuten und lässt die Ursache unangetastet. Wer den Hebel fünfmal hintereinander hochlegt, belastet die Leitung jedes Mal erneut mit genau dem Fehler, vor dem der Schalter sie schützen soll.
Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen liegt es nicht an der Hausinstallation, sondern an einem einzelnen Gerät. Ein alter Kühlschrank, dessen Anlaufstrom mit den Jahren gestiegen ist. Eine Mehrfachsteckdose, an der zu viel gleichzeitig hängt. Ein Wasserkocher mit Feuchtigkeit im Sockel. Diese Verursacher lassen sich systematisch finden, ohne Werkzeug und ohne Risiko.
Es gibt allerdings auch die Fälle, in denen der Fehler in der festen Installation sitzt — eine angebohrte Leitung, eine gealterte Klemmstelle, Feuchtigkeit in einer Verteilerdose. Diese erkennen Sie daran, dass der Schalter auch dann nicht oben bleibt, wenn gar kein Gerät mehr eingesteckt ist. Dann hilft nur noch messen.

Im Sicherungskasten sitzen zwei Schaltertypen, die oft verwechselt werden, obwohl sie völlig unterschiedliche Aufgaben haben. Der Unterschied ist wichtig, weil er Ihnen sagt, wie ernst die Lage ist.
Die schmalen Kipphebel sind Leitungsschutzschalter. Jeder schützt eine Leitung vor Überlastung und Kurzschluss. Löst einer aus, ist meistens schlicht zu viel gleichzeitig an diesem Kreis — Wasserkocher, Mikrowelle und Toaster an derselben Küchenleitung reichen dafür oft schon.
Der breitere Schalter mit der Prüftaste ist der Fehlerstromschutzschalter, kurz FI oder RCD. Er schützt keine Leitung, sondern Menschen. Er vergleicht, wie viel Strom hin- und zurückfließt. Fehlt etwas, nimmt es einen anderen Weg — im schlimmsten Fall durch einen Körper. Dann trennt er in Millisekunden. Wenn dieser Schalter auslöst, ist das ein deutlicheres Signal als ein überlasteter Stromkreis.
Ein Hinweis am Rande: Fällt der FI, sind meistens mehrere Räume gleichzeitig dunkel, weil er oft mehrere Stromkreise absichert. Wenn also die halbe Wohnung ohne Strom ist, lohnt der Blick auf den breiten Schalter zuerst.
Was Sie tun können, bevor jemand da ist. Ohne Werkzeug, ohne Risiko.
Schritt 1 — Gefahr ausschließen. Riecht es verschmort, sehen Sie Rauch oder Funken? Dann nichts weiter anfassen.
Schritt 2 — Sicherungskasten prüfen. Öffnen Sie die Klappe. Steht ein Kipphebel nach unten, während die anderen oben stehen? Schalten Sie ihn einmal ganz nach unten und dann wieder nach oben.
Kommt der Strom nicht zurück oder fällt die Sicherung erneut, rufen Sie an — dann muss jemand messen.
Jetzt anrufen · 0151-61081662Das ist ein Notfall. Fassen Sie nichts an und schalten Sie — nur wenn Sie gefahrlos herankommen — den Hauptschalter im Sicherungskasten aus.
Danach erreichen Sie uns rund um die Uhr.
Notdienst anrufen · 0151-61081662Wir vermitteln in 908 Orten und allen 16 Bundesländern. Eine Auswahl:
Einmal, wenn ein erkennbarer Anlass da war — etwa als drei Küchengeräte gleichzeitig liefen. Ohne erkennbaren Anlass oder mehrfach hintereinander sollte die Ursache gesucht werden. Die Zahl selbst ist weniger wichtig als das Muster: regelmäßig wiederkehrend ist immer ein Grund, genauer hinzusehen.
Nein, und das ist einer der gefährlichsten Kurzschlüsse im Denken. Die Sicherung ist auf den Querschnitt der Leitung abgestimmt, nicht auf Ihren Strombedarf. Eine stärkere Sicherung an derselben Leitung heißt, dass die Leitung heiß werden darf, bevor abgeschaltet wird. Wenn dauerhaft mehr Leistung gebraucht wird, muss ein zusätzlicher Stromkreis her.
Fast immer an Feuchtigkeit in einer Außensteckdose, einer Gartenleuchte oder einem Verlängerungskabel im Freien. Ziehen Sie testweise alles ab, was draußen hängt, und schalten Sie den FI wieder ein. Bleibt er oben, haben Sie den Bereich gefunden. Die betroffene Installation sollte dann abgedichtet oder erneuert werden.
Motoren und Heizelemente ziehen im Moment des Einschaltens deutlich mehr Strom als im Betrieb. Bei alternden Geräten steigt dieser Anlaufstrom oft an. Wenn ein bestimmtes Gerät reproduzierbar der Auslöser ist, ist das Gerät das Problem — nicht die Installation.
Wenn Sie zur Miete wohnen und der Fehler in der festen Installation liegt, ist das Sache des Vermieters. Melden Sie es schriftlich und halten Sie fest, seit wann es auftritt. Geht es dagegen von Ihrem eigenen Gerät aus, liegt es bei Ihnen. Bei akuter Gefahr dürfen Sie handeln, ohne auf eine Antwort zu warten.
Nein. Arbeiten im Sicherungskasten setzen voraus, dass jemand die Anlage freischalten, die Spannungsfreiheit prüfen und anschließend die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen nachweisen kann. Das gehört in Fachhände — auch weil im Schadensfall sonst der Versicherungsschutz auf dem Spiel steht.