Solaranlage selbst gekauft — wer schließt sie an?
Wer eine gekaufte Solaranlage anschließt und welche behördlichen Schritte notwendig sind.
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Viele Verteilungen stammen aus einer Zeit, in der ein Haushalt halb so viel Strom brauchte. Woran Sie merken, dass Ihre an die Grenze kommt.
Ein Blick in den Kasten sagt mehr als jede Faustregel.
Wählen Sie, was am ehesten zutrifft.
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Der Sicherungskasten ist die Stelle, an der sich der Zustand einer Elektroinstallation am schnellsten ablesen lässt. Wer die Klappe öffnet, sieht in wenigen Sekunden, aus welcher Zeit die Anlage stammt und ob sie zu dem passt, was heute daran hängt.
Ganz oben oder links sitzt der Hauptschalter, der die gesamte Wohnung trennt. Daneben gehört mindestens ein Fehlerstromschutzschalter — der breitere mit der Prüftaste. Dahinter reihen sich die Leitungsschutzschalter, einer je Stromkreis. Und schließlich sollte eine Beschriftung verraten, welcher Schalter zu welchem Bereich gehört.
Fehlt der Fehlerstromschutz, ist das der deutlichste Hinweis auf Erneuerungsbedarf. Er ist seit langem für neue Anlagen vorgeschrieben, weil er das einzige Bauteil ist, das Menschen schützt und nicht Leitungen. In vielen Bestandsbauten fehlt er trotzdem, und der Bestandsschutz erlaubt das auch — sicherer wird es dadurch nicht.
Der zweite typische Befund sind Schraubsicherungen, die runden Keramikeinsätze. Sie funktionieren, sind aber ein deutliches Altersmerkmal und lassen sich nicht so einfach zurücksetzen wie ein Kipphebel. Der dritte ist schlicht Platzmangel: Wenn kein Feld mehr frei ist, wird jede Erweiterung zur Grundsatzentscheidung.

Wer eine Wallbox anschließen lassen will, denkt zuerst an die Leitung in die Garage. In der Praxis scheitert es häufiger am Verteiler. Eine Wallbox braucht einen eigenen Stromkreis mit passendem Fehlerstromschutz — und dafür Platz auf der Hutschiene.
Dasselbe gilt für die Photovoltaikanlage. Der Wechselrichter wird auf einen eigenen Kreis gelegt, dazu kommen je nach Ausführung Freischaltstellen und Zählerplatzanpassungen. Auch das kostet Felder im Verteiler.
Wenn ohnehin erneuert wird, lohnt es deshalb, gleich Reserve einzuplanen. Ein Verteiler mit freien Plätzen ist bei der Errichtung kaum teurer und erspart es, in fünf Jahren erneut alles anzufassen. Das ist der klassische Fall, in dem etwas mehr Aufwand am Anfang sich rechnet.
Ein Nebeneffekt, den viele unterschätzen: Eine saubere, beschriftete Verteilung macht jede spätere Fehlersuche schneller. Wer im Störungsfall nicht raten muss, welcher Schalter wozu gehört, spart Zeit — und im Notdienst auch Geld.
Was Sie tun können, bevor jemand da ist. Ohne Werkzeug, ohne Risiko.
Schritt 1 — Gefahr ausschließen. Riecht es verschmort, sehen Sie Rauch oder Funken? Dann nichts weiter anfassen.
Schritt 2 — Sicherungskasten prüfen. Öffnen Sie die Klappe. Steht ein Kipphebel nach unten, während die anderen oben stehen? Schalten Sie ihn einmal ganz nach unten und dann wieder nach oben.
Kommt der Strom nicht zurück oder fällt die Sicherung erneut, rufen Sie an — dann muss jemand messen.
Jetzt anrufen · 0151-61081662Das ist ein Notfall. Fassen Sie nichts an und schalten Sie — nur wenn Sie gefahrlos herankommen — den Hauptschalter im Sicherungskasten aus.
Danach erreichen Sie uns rund um die Uhr.
Notdienst anrufen · 0151-61081662Wir vermitteln in 908 Orten und allen 16 Bundesländern. Eine Auswahl:
Eine allgemeine Pflicht gibt es für bestehende Wohnanlagen nicht — Bestandsschutz erlaubt den Weiterbetrieb, solange die Anlage sicher ist. Sobald aber daran gearbeitet wird oder etwas dazukommt, gelten die heutigen Regeln für den geänderten Teil. In der Praxis ist das der häufigste Anlass.
Der Umbau selbst findet im freigeschalteten Zustand statt. Wie lange das dauert, hängt von der Anzahl der Stromkreise und vom Zustand der Zuleitungen ab. Der ausführende Betrieb sagt Ihnen das vorab, damit Sie sich darauf einstellen können.
Nein. Arbeiten im Verteiler setzen voraus, dass jemand freischalten, Spannungsfreiheit feststellen und anschließend die Schutzmaßnahmen nachweisen kann. Das gehört in Fachhände — unabhängig davon, wie einfach der Handgriff aussieht.
Technisch möglich, praktisch unschön: Löst er aus, ist alles gleichzeitig dunkel, und die Fehlersuche wird mühsam. Üblicher ist heute eine Aufteilung auf mehrere Schutzschalter, sodass ein Fehler nicht die gesamte Wohnung stilllegt.
Im Zählerschrank sitzen Zähler und Vorsicherungen; daran darf nur ein eingetragener Betrieb arbeiten. Der Verteiler ist der Kasten mit den Kipphebeln, den Sie in der Wohnung öffnen. Oft sitzen beide zusammen, manchmal getrennt.
Das hängt von der Zahl der Stromkreise, vom Zustand der Zuleitungen und davon ab, ob auch der Zählerplatz angefasst werden muss. Eine belastbare Aussage gibt es erst nach einem Blick vor Ort; die Konditionen erhalten Sie vor Arbeitsbeginn schriftlich.