Handwerk 4.0 — Digitalisierung im Elektrobetrieb
Digitale Werkzeuge erobern Werkstatt und Büro kleiner Handwerksbetriebe. Wer früh einsteigt, sichert sich einen Vorteil im Alltag.
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Die gefährlichen Mängel sind meistens die, die man nicht sieht. Genau deshalb wird gemessen und nicht nur hingeschaut.
Alter der Anlage, anstehender Umbau, Vermietung — daran entscheidet es sich.
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Für private Wohngebäude gibt es in Deutschland keine allgemeine, wiederkehrende Prüfpflicht. Das führt dazu, dass in vielen Häusern seit der Errichtung niemand mehr systematisch hingeschaut hat — teils seit vierzig Jahren und mehr.
Sinnvoll ist eine Prüfung vor allem zu vier Anlässen. Erstens beim Kauf einer Immobilie: Der Zustand der Elektroinstallation ist ein erheblicher Kostenfaktor, der sich vor dem Notartermin besser klären lässt als danach. Zweitens vor einer Vermietung, weil der Vermieter für den sicheren Zustand einsteht.
Drittens nach oder vor größeren Umbauten, weil dabei ohnehin an der Substanz gearbeitet wird und Mängel dann günstig mit erledigt werden können. Und viertens einfach dann, wenn die Anlage ein gewisses Alter erreicht hat und niemand sagen kann, wann sie zuletzt jemand angesehen hat.
Im gewerblichen Umfeld sieht es anders aus. Dort gelten je nach Nutzung und Versicherung regelmäßige Prüffristen für ortsfeste Anlagen und ortsveränderliche Geräte. Wer gewerblich vermietet oder Mitarbeiter beschäftigt, sollte das nicht dem Zufall überlassen.

Eine Elektroinstallation altert unauffällig. Isolierung wird über Jahrzehnte spröde, Klemmstellen lockern sich durch die ständigen Temperaturwechsel im Betrieb, Feuchtigkeit arbeitet sich langsam in Verteilerdosen. Nichts davon ist von außen zu erkennen, solange nicht bereits etwas heiß geworden ist.
Die Isolationsmessung macht genau das sichtbar. Sie prüft, wie gut die Leiter noch gegeneinander und gegen Erde isoliert sind. Werte, die deutlich unter dem Sollwert liegen, verraten Feuchtigkeit oder gealterte Isolierung — lange bevor daraus ein Fehlerstrom wird, den man merkt.
Die zweite wichtige Messung betrifft die Abschaltbedingungen. Sie beantwortet die Frage, ob im Fehlerfall tatsächlich schnell genug abgeschaltet wird. Eine Sicherung im Verteiler nützt wenig, wenn die Leitung so lang und dünn ist, dass im Fehlerfall nicht genug Strom fließt, um sie auszulösen.
Und drittens die Durchgängigkeit der Schutzleiter. Ein unterbrochener Schutzleiter fällt im Alltag überhaupt nicht auf — bis zu dem Moment, in dem er gebraucht wird. Genau deshalb ist er einer der wichtigsten Prüfpunkte.
Was Sie tun können, bevor jemand da ist. Ohne Werkzeug, ohne Risiko.
Schritt 1 — Gefahr ausschließen. Riecht es verschmort, sehen Sie Rauch oder Funken? Dann nichts weiter anfassen.
Schritt 2 — Sicherungskasten prüfen. Öffnen Sie die Klappe. Steht ein Kipphebel nach unten, während die anderen oben stehen? Schalten Sie ihn einmal ganz nach unten und dann wieder nach oben.
Kommt der Strom nicht zurück oder fällt die Sicherung erneut, rufen Sie an — dann muss jemand messen.
Jetzt anrufen · 0151-61081662Das ist ein Notfall. Fassen Sie nichts an und schalten Sie — nur wenn Sie gefahrlos herankommen — den Hauptschalter im Sicherungskasten aus.
Danach erreichen Sie uns rund um die Uhr.
Notdienst anrufen · 0151-61081662Wir vermitteln in 908 Orten und allen 16 Bundesländern. Eine Auswahl:
Eine gesetzliche Pflicht zur wiederkehrenden Prüfung gibt es für selbstgenutzte Wohngebäude nicht. Fachlich empfohlen wird ein Abstand von etwa zehn Jahren, bei älteren Anlagen früher. Den FI-Schalter sollten Sie unabhängig davon halbjährlich selbst testen.
Der Begriff bezeichnet ein markenrechtlich geschütztes Prüfangebot bestimmter Innungsbetriebe. Der Prüfumfang orientiert sich an denselben technischen Regeln, die auch für andere Prüfungen gelten. Inhaltlich geht es in beiden Fällen um Sichtprüfung, Erproben, Messen und Dokumentieren.
Sie schulden dem Mieter eine Wohnung in sicherem Zustand. Eine ausdrückliche Prüffrist steht dazu nicht im Gesetz, im Schadensfall wird aber gefragt, ob Sie sich vom Zustand überzeugt haben. Ein Prüfprotokoll ist dann die belastbarste Antwort.
Bei einer normalen Wohnung überschaubar, bei einem verwinkelten Altbau mit vielen Stromkreisen entsprechend länger. Für die Messungen müssen Stromkreise zeitweise freigeschaltet werden.
Sie werden im Protokoll dokumentiert und nach Dringlichkeit eingeordnet. Nicht jeder Befund muss sofort behoben werden — bei sicherheitsrelevanten Mängeln sollte man aber nicht warten.
Nein. Bestandsschutz bedeutet, dass eine ältere Anlage weiterbetrieben werden darf, solange sie sicher ist. Die Prüfung sagt Ihnen, ob das der Fall ist — nicht, dass alles auf Neubaustandard gebracht werden muss.